Sonntag, 21. Juli 2019 um 15 Uhr
Öffentliche Stolperstein-Stadttour Pempelfort

Verbrannte Bücher und „Entartete Kunst“, ein Versprechen, das mehr wiegt als die Angst vor dem Regime, und der feste Glaube an das Gelingen einer „wahnwitzigen“ Aktion. Das ist nur ein kleiner Blick in die Geschichten unserer drei Touren im zweiten Halbjahr 2019. Wie gelang es Hilde Neyses, ihre Freundin Erna Etscheit und die eigene Familie vor der Verhaftung und der Deportation zu schützen? Was bedeutete es für Bertha Dirks, in einer sogenannten „privilegierten“ Mischehe zu leben, und warum wurden sie und ihr Sohn trotzdem Opfer der Shoah? Warum fand in Düsseldorf bereits im April 1933, vier Wochen vor der reichsweiten Aktion, eine Bücherverbrennung statt? Gehen Sie mit uns durch Pempelfort, Gerresheim und Oberkassel und erfahren Sie mehr über die Stadtteile und ihre Entwicklungen während der Zeit des Nationalsozialismus in Düsseldorf.

Treffpunkt: Pempelfort, U-Bahnhaltestelle Nordstraße/Ecke Fischerstraße

Teilnahme kostenlos

Mittwoch, 24. Juli 2019 um 18.30 Uhr
Im Dialog – Der Novemberpogrom 1938 in Düsseldorf

Diese Veranstaltung versteht sich als Vertiefung der performativen Stadttour „Schwarz-helle Nacht“ zum Novemberpogrom in Düsseldorf. Gemeinsam sprechen die Historikerin Hildegard Jakobs von der Mahn- und Gedenkstätte und die beteiligten Künstler*innen des Theaterkollektivs Pièrre.Vers über die historischen
Ereignisse in Düsseldorf und ihre Aufarbeitung für die Inszenierung an Originalschauplätzen in der Stadt. Was ist über den Novemberpogrom in Düsseldorf bekannt? Wer waren Akteur*innen und Opfer? Wie nähert man sich einem solch gewaltreichen Stoff dramaturgisch? Wie gehen Theaterkünstiler*innen mit historischen Quellen um? Das moderierte Gespräch im Forum der Gedenkstätte ist dabei insbesondere offen für Impulse aus dem Publikum. Hat die performative Stadttour bei Ihnen offene Fragen hinterlassen? Welche Themen würden Sie gerne vertiefen?

Gedenkstätte, Eintritt frei

Sonntag, 28. Juli 2019 um 15 Uhr
Die „Öffentliche mit Schwerpunkt“: Religiöser Widerstand

Im Juli beleuchten wir unsere Dauerausstellung „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“ aus einer besonderen Perspektive: Die öffentliche Sonntagsführung wird sich dem Thema religiöser Widerstand widmen. Auch in Düsseldorf leisteten Bürger*innen aus religiöser Überzeugung Widerstand. Ob Bekennende Kirche, katholische Jugend oder Zeugen Jehovas –
sie alle mussten mit Drangsalierung rechnen, wenn sie ihren Glauben aktiv praktizierten.

Gedenkstätte, Teilnahme kostenlos

Dieter Linz (Bekennende Kirche) mit seinem Vater und seinem Opa