Montag, 16. Januar 2017
Fred Stein: Auf dem Weg. Dresden-Paris-New York

Ausstellungseröffnung

Klaudia Zepuntke, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Düsseldorf, eröffnet die Ausstellung "Fred Stein: Auf dem Weg".

Eigens zur Vernissage reist Peter Stein, der Sohn des Fotografen Fred Stein, aus den USA an. Er wird im Gespräch über seinen Vater und das Leben der Familie im amerikanischen Exil berichten.

Theresia Ziehe, Kuratorin am Jüdischen Museums Berlin, wird in die künstlerische Arbeit des Fotografen Fred Stein (1909–1967) einführen.

Der Eintritt ist frei.
Ort: Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29
Zeit: 19 Uhr

17. Januar bis 28. Mai 2017
Fred Stein: Auf dem Weg. Dresden-Paris-New York

Fotoausstellung

Straßenszene in New York City. (Fred Stein)

Im Oktober 1933 floh der damals 24-jährige Jurist Alfred (Fred) Stein mit seiner Frau Liselotte aus Dresden nach Paris. Die als Hochzeitsreise getarnte Flucht war nötig, da er als Sozialist und Jude im Fokus der Gestapo stand.

Im Pariser Exil machte Fred Stein notgedrungen aus seinem Hobby einen Beruf: Gemeinsam mit seiner Frau eröffnete er ein Fotostudio. Dabei offenbarte sich sein herausragendes Talent. Zunächst in Paris und ab 1941 in New York entpuppte er sich als Meister des Porträts und der spontanen Straßenfotografie.

2013 widmete das Jüdische Museum Berlin Fred Stein eine Werkschau unter dem Titel „Im Augenblick“. Die Mahn- und Gedenkstätte präsentiert diese Ausstellung nun erstmals in Düsseldorf und nimmt in einer Erweiterung zudem den Menschen Fred Stein, seine Familie und deren Weg ins Exil in den Blick.

Zur Ausstellung findet ein umfangreiches Begleitprogramm statt. Weitere Informationen und alle Termine finden Sie in einem Flyer, der als PDF hier einsehbar und/oder herunterzuladen ist.

Der Eintritt ist frei.
Ort: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Mühlenstraße 29
Öffnungszeiten: Di-Fr und So 11-17 Uhr, Sa 13-17 Uhr, Mo geschlossen

Mittwoch, 25. Januar 2017
"MemoryBoxen"

Lehrerfortbildung zu neuem didaktischen Material

Die Materialien im Einsatz.

Für Lehrerinnen und Lehrer der weiterführenden Schulformen bieten wir eine Fortbildung zu unseren neu entwickelten didaktischen Materialien an, die wir "MemoryBoxen" nennen.

Familienfotos, Briefe, Dokumente sowie Audio- und Video-Interviews in der Dauerausstellung „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im National­sozialis­mus“ erzählen Lebensgeschichten aus Düsseldorf. Anhand dieser Biografien ist ein Transfer von der damaligen in die heutige Lebenswelt möglich. Welche Wünsche hatten die Kinder und Jugendlichen? Welche Träume? Welche Entscheidungen mussten sie treffen? Welche Wendungen nahm ihr Leben nach 1933?

Die neu entwickelten "MemoryBoxen" ermöglichen vertiefende vielfältige Zugänge: entdeckendes Lernen, assoziative und kreative Zugänge, biografisches und lokales Lernen. Sie sind flexibel einsetzbar, in Führungen und Workshops, aber auch im Rahmen von Projekttagen und -wochen.

Anna Schlieck, Museumspädagogin und Mitarbeiterin der Mahn- und Gedenkstätte, stellt die "MemoryBoxen" vor und erläutert die Einsatzmöglichkeiten, die gleich praktisch erprobt werden können.

Um eine Anmeldung bis zum 20. Januar 2017 wird gebeten, telefonisch unter (0211) 89 96205 oder per E- Mail an nicole.merten@duesseldorf.de.

Die Teilnahme ist kostenlos.
Ort: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Mühlenstraße 29
Zeit: 15.30 bis 18 Uhr

Freitag, 27. Januar 2017
Internationaler Holocaust-Gedenktag

Ausstellungseröffnung und Kranzniederlegung

Um 11 Uhr wird eine Ausstellung in der Volkshochschule eröffnet, die an die Massaker von Babyn Jar und Kamjanez Podilskyi erinnert.

Die Schlucht von Babyn Jar auf dem Gebiet der ukrainischen Hauptstadt Kiew war im September 1941 Schauplatz der größten einzelnen Mordaktion im Zweiten Weltkrieg. An zwei Tagen wurden über 33.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder erschossen. Zuvor bereits, Ende August 1941, waren beim Massaker von Kamjanez-Podilskyj mehr als 23.000 Juden ermordet worden. Bis zur Einnahme Kiews durch die Rote Armee im November 1943 fanden weitere Massenerschießungen statt.

2016 organisierte die Jüdische Gemeinde Düsseldorf, unterstützt durch das Auswärtige Amt, die Reise einer multikulturell besetzten Delegation auf den Spuren der Opfer und Täter. Die Teilnehmer trafen Zeitzeugen, Wissenschaftler, Menschenrechtler und Journalisten. Vor allem aber suchten sie den Dialog mit jungen Ukrainerinnen und Ukrainern. Diese Reise wurde filmisch dokumentiert.

Mit Gästen aus der Ukraine und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf wurde der Austausch in Workshops in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf fortgesetzt. Die Ergebnisse dieses intensiven Dialogs werden nun präsentiert.

Die Ausstellung wird bis zum 28. Februar 2017 gezeigt.

Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte, dem Landessozialgericht, dem Sozialgericht Düsseldorf und der Volkshochschule Düsseldorf.

Der Eintritt ist frei.
Ort: Volkshochschule, Bertha-von-Suttner-Platz 1
Beginn: 11 Uhr

Oberbürgermeister Thomas Geisel erinnert um 15 Uhr gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf an die Opfer des Holocaust und legt einen Kranz für die Deportierten am ehemaligen Güterbahnhof Derendorf nieder. Männliche Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Ort: Mahnmal an der Marc-Chagall-Straße, Ecke Toulouser Allee (zu Fuß über den linken Abgang von der Jülicher Brücke erreichbar)
Zeit: 15 Uhr

Sonntag, 29. Januar 2017
Offene Führung durch die Dauerausstellung

Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus

Blick in die Ausstellung "Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus".

Wir bieten eine kostenlose öffentliche Führung durch unsere Daueraustellung "Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus" an.

Bitte beachten Sie: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Kostenlose Tickets werden ab Donnerstag, 26. Januar, an der Info-Theke ausgegeben.

Beginn: 15 Uhr