12. Juni bis 30. Juli 2017
„Landschaft, die mich erfand…“
Rose Ausländer, Paul Celan und die Bukowina

Eine Veranstaltungsreihe

Unter dem Titel „Landschaft, die mich erfand…“ findet vom 12. Juni bis 30. Juli 2017 in der Mahn- und Gedenkstätte und vom 14. Mai bis 13. August 2017 im Heinrich-Heine-Institut eine Veranstaltungsreihe statt, die sich der Bukowina und ihrer Geschichte widmet.

Die Bukowina ist eine historische Landschaft im Grenzraum zwischen Mittel-, Südost- und Osteuropa, die lange zur Habsburger Monarchie gehörte. Die traditionelle Hauptstadt Czernowitz entwickelte sich zu einem besonderen Zentrum, auch der jüdischen Religion. Die multikulturelle Bevölkerung aus Rumänen und Russen, Ukrainern und Deutschen des 19. und 20. Jahrhunderts hat viele Spuren hinterlassen: in der Sprache, der Musik, der Malerei und der Literatur.

Das gemeinsame Projekt des Heinrich-Heine-Instituts und der Mahn- und Gedenkstätte nähert sich dieser historischen Landschaft an – und mit ihr zwei Persönlichkeiten, die in der deutschen Literatur einzigartige Bedeutung haben: Rose Ausländer und Paul Celan.

Sowohl in der Gedenkstätte als auch im Heinrich-Heine-Institut werden Werke des spanischen Künstlers José Maria Guijarro ausgestellt. Zudem wird es Lesungen und Vorträge sowie ein Zeitzeugengespräch geben.

13. Juni bis 30. Juli 2017
Ausstellung von José Maria Guijarro

Im historischen Luftschutzkeller der Mahn- und Gedenkstätte zeigen wir Werke des spanischen Künstlers José Maria Guijarro, die in der intensiven Auseinandersetzung mit der Literatur Paul Celans entstanden sind. Neben den Bildern präsentiert der Künstler auch eine Klanginstallation mit dem Gedicht "Todesfuge" von Paul Celan.

Zudem wird auf einem Monitor die Aufzeichnung der Performance „Diese Weile ist ein Immer“ zu sehen sein, die von der Tänzerin und Choreographin Soo Jin Yim-Heil gemeinsam mit Schülern der Joseph-Beuys-Gesamtschule am 12. Juni in der Gedenkstätte aufgeführt wurde.