Das Stolperstein-Projekt in Düsseldorf

Die „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnern an Männer, Frauen und Kinder, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden. Vor ihrem letzten frei gewählten Wohnort nennen Messingtafeln im Gehsteig den Namen, den Geburtsjahrgang, den Todesort und das Todesdatum der jeweiligen Person. Mittlerweile liegen Stolpersteine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Nähere Informationen dazu siehe www.stolpersteine.eu.  

Am 27. Mai 2003 wurden die ersten Stolpersteine in Düsseldorf verlegt. Ein Initiativkreis im Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte plante und realisierte bis März 2010 die Verlegung von insgesamt 230 Stolpersteinen im gesamten Stadtgebiet. 2012 und 2013 wurden weitere Stolpersteine in Düsseldorf verlegt, 2014 werden weitere folgen. Die Stolpersteinsteine wurden von Bürgerinnen und Bürgern gestiftet, die nur in wenigen Fällen eine persönliche Beziehung zu den vormaligen Bewohnern ihres Hauses oder ihrer Straße hatten.  

Hinter den kurzen Daten der Stolpersteine verbergen sich individuelle Lebensgeschichten, die von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf für alle (bis 2012) in Düsseldorf, Erkrath, Langenfeld, Mettmann, Monheim und Ratingen verlegten Stolpersteine in aufwändiger Weise recherchiert wurden.  

Die Ergebnisse sind in dem komplett zweisprachigen (deutsch-englischen) Buch „Stolpersteine – Stumbling Stones“ zusammengetragen. Zahlreiche Fotos, Faksilimes von Briefen und Dokumenten machen die Biografien anschaulich. Damit hat die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf erstmals für eine Region derart ausführliche Hintergrund-Informationen über die Menschen vorgelegt, für die Stolpersteine verlegt wurden.  

Nähere Informationen zu dem im Droste-Verlag erschienenen Buch siehe Publikationen. (Derzeit vergriffen!) 

Klicken Sie auf einen Stolperstein, um die Biografie zu lesen.

Stadtrundgänge zu ausgewählten „Stolpersteinen“

Die Mahn- und Gedenkstätte bietet offene Führungen zu ausgewählten „Stolpersteinen“ in Düsseldorf an, die in einem etwa 90-minütigen Rundgang gut zu erreichen sind. Diese Führungen finden regelmäßig (monatlich, nicht im Winter) statt.

Die 10x10 Zentimeter großen Messingtafeln im Straßenpflaster nennen nur den Namen und wenige Daten von Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Dahinter verbergen sich individuelle Lebensgeschichten, die wir anhand von Geschichten, Fotos und Dokumenten aus unserer Sammlung anschaulich machen wollen.

Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos, die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt. Nähere Informationen siehe Veranstaltungen.

Patenschaften

Sie können eine Patenschaft für einen neuen „Stolperstein“ auf dem Düsseldorfer Stadtgebiet übernehmen. Die Kosten betragen 120 Euro. Die biografische Recherche, die Abwicklung und Terminfindung werden von der Mahn- und Gedenkstätte koordiniert. Für ein Antragsformular ("Patenschaftserklärung") wenden Sie sich bitte per E-Mail an uns: gedenkstaette@duesseldorf.de oder rufen Sie uns an: (0211) 89 96205.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es aufgrund der hohen Nachfrage und der Auslastung des Künstlers zu Wartezeiten kommen kann. Die Anfragen werden in der Reihenfolge des Eingangs der Patenschaftserklärung abgearbeitet.